Wissenschaftsbarometer - Wissenschaft im Dialog

Was Bürgerinnen und Bürger über Wissenschaft und Forschung denken

Wie groß ist das Interesse an wissenschaftlichen Themen, wie stark ist das Vertrauen in die Wissenschaft und welche Forschungsbereiche sind am wichtigsten für die Zukunft? Die Resultate der repräsentativen Umfrage 2016 zu den Einstellungen der deutschen Bevölkerung.

Wissenschaftsbarometer 2016


Ergebnisse der Umfrage 2016

Das Wissenschaftsbarometer 2016 bestätigt einige Trends der letzten Jahre: So ist der Wunsch nach mehr Einbindung in Entscheidungen zu Wissenschaft und Forschung im Vergleich zum Vorjahr nochmal gestiegen. Rund 40 Prozent der Befragten gaben an, dass es für sie wichtig sei, in solche Entscheidungsprozesse einbezogen zu werden. Auffällig ist auch, dass das allgemeine Interesse an wissenschaftlichen Themen zunimmt: 2014 äußerten sich 33 Prozent der Befragten entsprechend, in diesem Jahr waren es 41 Prozent.

Es scheint aber auch Bereiche zu geben, in der die Wissenschaft ihre Rolle in und Verantwortung gegenüber der Gesellschaft noch stärker ausfüllen könnte: So werden die Aussagen von Wissenschaftlern sehr unterschiedlich bewertet – nur 17 Prozent der Befragten vertrauen im Bereich Grüne Gentechnik in die Wissenschaft, im Bereich Erneuerbare Energien sind es über 50 Prozent der Befragten. Insgesamt wird der Einfluss der Wissenschaft auf die Politik als zu gering erachtet, nur 18 Prozent finden diesen genau richtig

Aktuelles Thema Flucht und Migration

Kaum ein Thema ist in den letzten Monaten in den Medien so präsent gewesen wie die Flüchtlingskrise. Doch wie sehr wird diese Debatte von wissenschaftlichen Erkenntnissen zu Flucht und Integration mitbestimmt? Nicht ausreichend, das finden zumindest 73 Prozent der Bevölkerung. Diese Ansicht hat quer durch alle Bildungsniveaus Bestand: Unter den Befragten mit hohem Bildungsniveau teilen 83 Prozent, mit mittlerem Bildungsniveau 75 Prozent und mit niedrigem Bildungsniveau 62 Prozent der Bevölkerung die Meinung, dass Forschungsergebnisse in der Diskussion zu wenig berücksichtigt werden. Vor allem die Aussagen von Politikern, Prominenten und ehrenamtlichen Helfern prägen die öffentliche Berichterstattung – so denkt nur ein Viertel der Befragten, dass Wissenschaftler als Personen ausreichend zu Wort kommen, bei den Schülern sind es insgesamt nur 12 Prozent.

Quelle: Wissenschaft im Dialog.

Weitere Informationen auf ihrer Homepage.

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