Die Plattform vereint Forschende von 18 Schweizer Fachgesellschaften und 5 Landeskomitees aus der Biologie. Sie fördert den Wissenstransfer und die Vernetzung der verschiedenen Fachbereiche. Durch die Vermittlung von Expertise und Dialog schafft sie einen Mehrwert für Gesellschaft und Politik.mehr

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1. Netzwerktreffen Artenkenntnisse

Zeit

10:00 - 16:00

Veranstaltungsort

Naturhistorisches Museum Bern

Lancierung der nationalen Strategie Bildung Artenkenntnisse

Illustration Biodiversität schwarzweiss Ausschnitt 1
Bild: Lara Wedekind

Der Stand der Artenkenntnisse in der Schweiz ist seit Jahren bedenklich. Ob in der Biodiversitätsforschung, im Naturschutz oder in der Landschaftsplanung - eine klare Zuordnung der Arten ist notwendig. Es gibt jedoch nicht mehr genug Spezialistinnen und Experten für einheimische Arten, um den Bedarf zu decken. Im Dezember 2021 wurde die Strategie Bildung Artenkenntnisse verabschiedet, um dem Verlust an Fachwissen entgegenzuwirken.

Das Ziel, die Artenkenntnisse zu fördern und langfristig zu sichern, kann nur erreicht werden, wenn Universitäten und Fachhochschulen, Museen und Botanische Gärten, Daten-und Informationszentren, Fachgesellschaften, Vereine, NGOs und private Bildungsanbieter sich als Partner engagieren und die vorgeschlagenen Massnahmen schweizweit koordiniert umsetzen.

Als Schirmherrin der Strategie Bildung Artenkenntnisse lud die Plattform Biologie zusammen mit InfoSpecies zum Netzwerktreffen ein, an dem die Strategie lanciert wurde.

Etwa 90 Personen nahmen am Anlass teil und beteiligten sich lebhaft an den Diskussionen. Die Vorträge der RednerInnen stehen zum Download zur Verfügung. Sie umfassen das Vorstellen der Strategie und die Organisation ihrer Umsetzung (Leuzinger, Rutte), die Sicht einer Behörde auf den Mangel an Artenkenntnissen (Eich), die Ergebnisse einer online Umfrage zu den wichtigsten Handlungsfeldern (Magun), die Rolle eines Museums in der Ausbildung von Artenkenntnissen (Baur), zwei Beiträge von Fachhochschulen zu ihren Bildungsinitiativen im Bereich Artenkenntnisse (Béguin, Schwalm) und die mögliche Unterstützung von Massnahmen im Rahmen der Strategie durch das Bundesamt für Umwelt (Hofmann). Eine Zusammenfassung der Gruppendiskussionen und Synthese des Anlasses ist ebenfalls zum Download verfügbar.

Nun gilt es, Initiativen zu entwickeln und umzusetzen - einige Begegnungen während des Netzwerktreffens haben bereits Ideen für neue Zusammenarbeiten generiert.

Wichtig ist es, alle Kurse, die Artenkenntnisse vermitteln, an InfoSpecies zu melden:

www.infospecies.ch/de/bildung.html

Für Fragen und Anregungen stehen Claudia Rutte, SCNAT und Bettina Magun, InfoSpecies gerne zur Verfügung.

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Dr. Claudia Rutte
SCNAT
Plattform Biologie
Haus der Akademien
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3001 Bern


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